Feierliche Präsentation von Siegermuni Maurutz
16. November 2018
Delegiertenversammlung
21. Januar 2019

Medienmitteilung

Euphorie in Büren und Oberdorf

Der Schwingsport erfreut sich in Nidwalden einer grossen Beliebtheit bei allen Bevölkerungsschichten. Für die Erfolgsgeschichte bei Jung und Alt ist die Schwingersektion Nidwalden zuständig. Der Verein brachte nicht nur viele Spitzenschwinger hervor, sondern bestach auch mit der Förderung des Nachwuchses und der Organisation von Schwingfesten. Die Bedeutung des Vereins ist sehr gross und erstreckt sich über Generationen. Uneingeschränkter Höhepunkt in der 73-jährigen Vereinsgeschichte ist nach wie vor das unvergessliche Eidgenössische Schwingfest von 1989 in Stans. Ein Dutzend ONSV Kantonalschwingfeste und einige ISV- Teilverbandsfeste nebst vielen andern kleineren Schwingfesten stehen ebenfalls zu Buche.

Allweg-Schwinget

Einen besonderen Stellenwert nimmt das Allweg-Schwinget in der Vereinsgeschichte ein. Der Schwingplatz mit einer traumhaften Aussicht auf Seen und Berge darf als einer der schönsten Schwingplätze überhaupt bezeichnet werden. Die Geburtsstunden des Allweg-Schwingets sind weit vor der Gründung der SSN einzuordnen. Damals durften die „Vordersten“ Gaben wie Ankenstock, Alp-Chäs, ein Chälbli oder Muneli in Empfang nehmen. Im Jahre 1838 soll sogar um das begehrteste Mädchen vom Platz geschwungen worden sein. Einer Pioniertat gleich kam der mutige Schritt im Jahre 2000. Die Verantwortlichen entschieden sich anstelle traditioneller Gaben Barbeträge auszuzahlen, mit Ausnahme des 1. Preises. Der Stellenwert dieses sportlich kulturellen Anlasses wird gehalten und weiter verbessert. Das soll aber nicht heissen, dass die Traditionen über Bord geworfen wurden. Ganz im Gegenteil, der Schwingsport in seiner bisher bewährten Form, die volkstümlichen Darbietungen, der Festgottesdienst und die gesamte Wettkampfarena werden erhalten. Der Erfolg gibt recht, die Idee zur Gründung „Freunde des Allweg-Schwingets“ findet Nachahmer.

Erfolgreiche Nachwuchsförderung

Die Liste der erfolgreichen Spitzenschwinger der SSN ist lang, das ist kein Zufall. Als ein Paradebeispiel von attraktiver Nachwuchsförderung müssen die Buebä-Schwinget auf Aeschi und Mattgrat bezeichnet werden. Bereits 1970 bis 1973 wird auf Massholtern „g`hoslet“, 1971 auf Aeschi. Ab 1972 auf Aeschi und ab 1974 auf Mattgrat führen seither umsichtige Organisationen unter dem Patronat der SSN diese zwei Schwingfeste für den Nachwuchs durch. Sie lassen jedes junge Schwingerherz höher schlagen und sind Ansporn zu weiteren Grosstaten. Die Nachwuchsförderung beschränkt sich allerdings bei weitem nicht nur auf die Organisation von Wettkämpfen. Der Nachwuchs der SSN wird von 10 Betreuern in wöchentlichen Trainings ausgebildet, dabei sind auch 4 Leiter vom Schwingerverein Engelberg. Seit mehreren Jahren gehört der Schwingsport auch zur J+S Organisation, die Leiter wie auch die Nachwuchsathleten werden damit gezielt ausgebildet. Seit dem Bau der Eichli Halle steht ein zeitgemässes Trainingslokal zur Verfügung.

Grossartige Spitzenschwinger

Seit der Gründung der Schwingersektion Nidwalden konnten sich immer wieder Schwinger nach Spitzenleistungen feiern lassen. Das wertvollste Resultat gelang dem Berner Hans Kopp mit dem Sieg am Kilchberg-Schwinget 1978, mit dem Umzug nach Nidwalden schloss er sich der Schwingersektion Nidwalden an. Eine Einmaligkeit bleibt wohl der Erfolg in Basel am Eidgenössischen Schwingfest 1977. Mit Jost Gabriel, Franz Käslin, Hans Kopp, Norbert und Franz Stebler kehrten gleich fünf Schwinger vom gleichen Fest kranzgeschmückt nach Hause. Die Tradition der grossen Erfolge haben in vergangenen Jahren die Eidgenossen Robert Arnold, Daniel und Fredy Odermatt, Ruedi Odermatt, Thomas Achermann und Marcel Mathis fortgesetzt. Dazu zu zählen sind auch die Kranzfestsieger Lutz Scheuber, Martin Zimmermann und Sepp Odermatt.

Franz Niederberger